Traumaambulanz und neue Räume

Der Eingang zu den neuen Räumen der Klinik
Therapie- und Aufenthaltsräume waren für Besucher geöffnet
Am Beginn stand eine Andacht, geleitet von Pfarrerin Braun (r.) und mit einem geistlichen Wort von Geschäftsführerin Pastorin Winter (m.)
Blick in den Raum während der Andacht
Geschäftsführer Michael Mielke begrüßte die Gäste zum Symposium im gefüllten Saal
Die Referenten (v.l.n.r.): Birgid Hollatz (LAGeSo), Priv.-Doz. Dr. Olaf Schulte-Herbrüggen und Priv.-Doz. Dr. Sibylle Winter
Senatorin Elke Breitenbach (2.v.r.) besuchte die neuen Räume - hier mit Priv.-Doz. Dr. Schulte-Herbrüggen (l.), dem Leitenden Psychologen Dr. Ülsmann (2.v.l.) und Geschäftsführer Michael Mielke (r.)...
...und ließ es sich nicht nehmen, die Sitzgelegenheiten auszuprobieren
Bürgermeister Reinhard Naumann mit Priv.-Doz. Dr. Schulte-Herbrüggen in den neuen Räumen
Der Ärztliche Direktor mit den Innenarchitekten, Frau und Herrn Ruske
Ein Stand informierte über Angebot und Arbeit der Klinik
Die Eröffnung endete mit einem entspannten Get-Together

Traumaambulanz und neue Räume der Klinik feierlich eingeweiht

Seit dem 1. März 2018 gibt es den neuen Standort der Traumaambulanz Berlin für Erwachsene an der Friedrich von Bodelschwingh-Klinik. Am Mittwoch, dem 30. Mai 2018, wurden die neuen Räume der Klinik im 4. Obergeschoss in Anwesenheit der Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach, feierlich eingeweiht.

Der Festakt begann um 15 Uhr mit einer Andacht in den neuen Räumlichkeiten im 4. Obergeschoss. Die Theologische Geschäftsführerin Pastorin Friederike Winter erinnerte dabei an den evangelischen Liederdichter Paul Gerhard (1607 – 1676), der in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges lebte und trotz des unsäglichen Leids in seiner Zeit eine „einzigartige Form gefunden hatte, Schmerz und Leid zu verarbeiten.“
Zu Beginn des zweiten Teils begrüßte Geschäftsführer Michael Mielke Gäste und Mitarbeitende und sprach allen Beteiligten ausdrücklich seinen Dank aus.
In ihrem Grußwort verwies Senatorin Elke Breitenbach auf die zahlreichen Gewalttaten, von denen täglich zu hören und zu lesen sei. Die Traumaambulanzen sind ein erfolgreiches Projekt, vielen konnte geholfen werden. Die Berliner Sozialverwaltung hat vieles geändert und verbessert. So konnte auch die zweite Ambulanz eingerichtet werden. Sie dankte für das Engagement aller Beteiligten und sprach gute Wünsche aus.
Christine Rieffel-Braune, Aufsichtsratsvorsitzende der GPVA gGmbH, sagte: viele kleine Dinge müssten zusammenspielen, damit etwas Größeres entsteht. Bethel sei froh, hier auch für traumatisierte Mitarbeiter eine Anlaufstelle zu haben.
Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann sprach die bereits lange bestehende Verbindung der Klinik zum Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf an. Im Blick auf ein persönlich erlebtes Gewalttrauma sei er froh, das Angebot im Bezirk zu wissen und überbrachte gute Wünsche des Bezirksamts.

Das anschließende Symposium informierte unter der Überschrift „Traumaambulanzen Berlin - Neue Entwicklungen und Perspektiven“ über aktuelle Entwicklungen im Bereich des Opferentschädigungsgesetzes sowie über Therapieangebote für Erwachsene und Kinder in Berlin.
Birgid Hollatz vom Landesamt für Gesundheit und Soziales berichtete in Ihrem Vortrag über die Einrichtung der Traumaambulanzen als praktisches Beispiel auf dem „Weg vom Opferentschädigungsgesetz in ein neues, modernes Soziales Entschädigungsrecht“.
Über „Möglichkeiten und Grenzen von Traumaambulanzen für Kinder und Jugendliche“ sprach die Leiterin der Traumaambulanz Kinder- und Jugendpsychiatrie der Charité am Campus Virchow, Priv.-Doz. Dr. med. Sibylle Winter. Anhand der bisher behandelten Kinder und Jugendlichen verdeutlichte sie, dass diese Form qualifizierter Behandlung erfolgreich war und sein wird. Abschließend berichtete der Ärztliche Direktor der Friedrich von Bodelschwingh-Klinik, Priv.-Doz. Dr. med. Olaf Schulte-Herbrüggen, über Therapieformen für erwachsene Traumaopfer im Rahmen der Berliner Traumaambulanzen.

In den Pausen und beim anschließenden „Get-Together“ waren alle eingeladen, die neuen Therapieräume kennenzulernen, oder nutzten die Gelegenheit zum persönlichen Austausch.